Der Druckluftstarter nutzt die Maschinenraumluft, um die Startluft zu verdichten. Im Winter im Norden oder während der kalten Jahreszeit im Süden können ungeeignete Schmieröle dazu führen, dass die Rotorblätter festkleben und sich nicht mehr frei bewegen. Außerdem kann die Feuchtigkeit in der verdichteten Startluft in der Übertragungsleitung oder im Druckluftstarter gefrieren. Dabei können die Rotorblätter in ihren Nuten festfrieren, sodass sich der Druckluftstarter nicht mehr dreht und die Haupt- und Hilfsdieselmotoren nicht mehr starten. Das beeinträchtigt die Navigation und den Schleppbetrieb. Daher sollte der Maschinenleiter in der kalten Jahreszeit neben der verstärkten Wartung des Druckluftstarters auch die folgenden Punkte beachten.
1. Bauen Sie vor dem Winter alle Druckluftstarter aus. Reinigen Sie Rotor, Flügel, Statoren und andere Teile gründlich mit leichtem Dieselkraftstoff. Entfernen Sie Grate und Verschleißspuren an den Rotorstirnflächen und in den Flügelnuten. Ersetzen Sie stark verschlissene oder gespaltene Flügel. Achten Sie bei der Montage auf das richtige Spiel zwischen Rotorstirnfläche und Stator sowie zwischen Flügel und Flügelnut, damit sich der Rotor frei drehen und die Flügel ungehindert aus den Nuten gleiten können.
2. Füllen Sie im Winter eine Mischung aus leichtem Dieselkraftstoff und Schmieröl in den Öler des Druckluftstarters. Wenn die örtliche Temperatur allmählich sinkt, wird der Anteil des leichten Dieselkraftstoffs in der Mischung erhöht und der Schmierölanteil verringert. Bei den niedrigsten Temperaturen kann der Anteil des leichten Dieselkraftstoffs etwa 90 % betragen. Die Mischung nutzt die Tieftemperatur- und Antiverfestigungseigenschaften des leichten Dieselkraftstoffs sowie die Dichtwirkung des Schmieröls.
3. Halten Sie die verdichtete Startluft trocken, besonders in der kalten Jahreszeit. Zwar muss die Temperatur im Maschinenraum über 5C gehalten werden, enthält die verdichtete Startluft in der Zylinderflasche jedoch viel Wasser, kann sich dieses in der Übertragungsleitung ansammeln. Bei einem plötzlichen Temperatursturz oder längerer Stillstandszeit kann das Wasser in der Leitung oder im Druckluftstarter gefrieren und einen Neustart erschweren. Lassen Sie daher in der kalten Jahreszeit das Kondenswasser aus der Luftflasche rechtzeitig ab und blasen Sie die Übertragungsleitung und den Druckluftstarter mit verdichteter Startluft durch.
4. Bei Kälte kann es vorkommen, dass der Druckluftstarter nicht mit dem Ölgemisch geschmiert wird und das Schmieröl an den Flügeln des Starters verklumpt und festklebt. Gleichzeitig verlangt die Brücke, dass die Haupt- und Hilfsdieselmotoren in kurzer Zeit betriebsbereit sind und der Schiffsbetrieb aufgenommen wird. In einem solchen Notfall gehen Sie wie folgt vor: Bauen Sie zunächst die Lufteinlassleitung des Druckluftstarters ab, um den Einlass freizulegen. Sprühen Sie anschließend mit einem kleinen Ölsprüher 2~3 Kannen leichten Dieselkraftstoff in den Druckluftstarter und warten Sie, bis Öl aus dem Luftauslass austritt. Drehen Sie den Rotor dabei mit einem Schraubendreher, um die festsitzenden Flügel möglichst weit zu bewegen, und schließen Sie dann die Einlassleitung wieder an. Leiten Sie zuletzt die verdichtete Startluft direkt über das Druckminderventil zu und öffnen und schließen Sie das Lufteinlassventil des Druckluftstarters mehrmals, damit der Starter durch das Einblasen der Luft anläuft.
5. Bei längeren Fahrten im Winter sollten Anzahl und Dauer der Warmlaufphasen erhöht werden. So bleiben die Haupt- und Hilfsdieselmotoren auf Betriebstemperatur, die Temperatur im gesamten Maschinenraum steigt und die Startbedingungen der Motoren bleiben günstig.

