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Was ist ein Kajak und wie wird es eingeteilt?

Kajaks werden in zwei Arten unterteilt: Kajaks und Ruderboote.

Seit Menschen Feuer und Steinäxte beherrschten, gibt es Kajaks. Ursprünglich wurden sie aus Leder oder ausgehöhlten Baumstämmen gefertigt.

Historischen Aufzeichnungen zufolge gehen Kajaks auf Boote aus Tierhäuten zurück, die von den Inuit Grönlands aus Walknochen sowie wasserfesten Häuten hergestellt wurden, die über ein Knochen­gerüst gespannt waren. Sie wurden hauptsächlich zur Jagd und zum Fischen genutzt. Ruderboote stammen aus Kanada und werden deshalb auch kanadische Ruderboote genannt.

Tatsächlich haben sich beide Bootstypen aus Kanus entwickelt. Daher werden Kajaks in einigen Ländern und Regionen Südostasiens, etwa in Japan, Südkorea, Nordkorea sowie in Hongkong und Macau, auch Kanus genannt.

Moderne Kajaks bestehen überwiegend aus Polyethylen oder Glasfaser und werden für den Tourismus und Abenteuer genutzt. Man unterscheidet zwischen Kajaks mit Sitzluke für ruhige Gewässer (darunter Seekajaks und Tourenkajaks), Sit-on-Top-Kajaks (auch Plattformkajaks oder Indianerkajaks genannt) und kleinen Wildwasserbooten für reißende Gewässer (auch Fancy Xiang und weitere genannt).

Das Sit-on-Top-Kajak ist eine neue Variante, die 1993 vom französischen Unternehmen Rotomod auf den Markt gebracht wurde. Sein größter Vorteil ist die Sicherheit. Ein selbstlenzendes System lässt Wasser, das in die Sitzluke gelangt, schnell abfließen. So bleibt der Rumpf stabil und die Sicherheit der Besatzung ist gewährleistet.

Bei herkömmlichen Kajaks wie Seekajaks muss man ständig Wasser ausschöpfen oder das Boot sogar umdrehen. Für Menschen ohne spezielle Ausbildung ist das schwieriger. Bei einem Plattformkajak muss kein Wasser aus der Sitzluke geschöpft werden. Selbst wenn das Boot bei starkem Wind und hohen Wellen auf dem Meer kentert, kann ein Jugendlicher oder Anfänger innerhalb von 3–5 Sekunden wieder auf das Boot klettern und so das Risiko minimieren. Dies hat die Beliebtheit des Kajakfahrens in Europa erheblich gesteigert.

Nach dem Material unterscheidet man unter anderem zwischen Kajaks mit Hartschale, Faltkajaks und Schlauchbooten, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Kajaks mit Hartschale sind robust, stabil und abriebfest, widerstandsfähig gegen Stöße und schnell. Der Transport ist jedoch weniger bequem: Für die Fahrt müssen sie auf dem Autodach befestigt werden.

Faltkajaks lassen sich bequem im Auto transportieren, sind aber in anspruchsvolleren Gewässern schwieriger zu steuern. Außerdem werden höhere Boote leicht vom Wind erfasst und von der Fahrtrichtung abgebracht. Schlauchkajaks sind besonders leicht und tragbar, haben jedoch eine kurze Akkulaufzeit, sind langsam, anstrengend zu benutzen und wenig stoßfest – daher gelten sie als vergleichsweise gefährlich.

Kanufahren ist ein Outdoor-Sport, der Schnelligkeit und Ausdauer auf die Probe stellt. Regelmäßiges Kajaktraining kann die Regulierung des Herz-Kreislauf-Systems fördern, das Lungenvolumen erhöhen und Muskelkraft sowie Ausdauer steigern. Dieser Sport eignet sich daher hervorragend für die Fitness. Da er auf dem Wasser stattfindet und die Konzentration negativer Ionen an der Wasseroberfläche zwei- bis dreimal so hoch ist wie in Innenräumen, wirkt er sich außerdem positiv auf die Atemwege aus.

Der größte Reiz des Kajakfahrens liegt darin, Landschaften zu entdecken, die man noch nie zuvor gesehen hat. Mit einem Kajak kann man Orte erreichen, die man erkunden möchte, und einzigartige Natur erleben, die vom Land aus oft verborgen bleibt – etwa Inseln, Höhlen, Wasservögel, fliegende Fische und außergewöhnliche Pflanzen. Auf dem weiten Wasser lässt sich die Größe der Welt spüren: keine Staus, kein Lärm, keine Menschenmassen, keine schmutzige Luft und kein Druck – alles ist frisch und natürlich.

Beim Kajakfahren ist man meist allein im Boot und kann Richtung und Geschwindigkeit selbst bestimmen. Das stärkt Selbstvertrauen und Eigenständigkeit. Im Training und bei Wettkämpfen fährt man oft im Team. Dabei geht es nicht nur darum, als Erster ins Ziel zu kommen, sondern auch, aufeinander zu achten und eng mit den Teammitgliedern zusammenzuarbeiten. So lässt sich der Teamgeist besonders gut fördern.

Mit der gesellschaftlichen Entwicklung und dem steigenden Lebensstandard ist die Rückkehr zur Natur und das Austesten der eigenen Grenzen zu einem Trend geworden. Umweltfreundliches, gesundes und angesagtes Kajakfahren begeistert Menschen auf der ganzen Welt, insbesondere junge Menschen, die Trends folgen und sich für Outdoor-Sport begeistern. So sind mit der Zeit Wildwasser-Disziplinen wie der Wildwasser-Slalom, der Wildwasser-Marathon und das Wildwasser-Rafting mit Kajaks sowie weitere verwandte Sportarten entstanden.

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