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Was ist ein Außenbordmotor?

Was ist ein Außenbordmotor?

Ein Außenbordmotor ist, wie der Name schon sagt, ein Antriebsmotor, der außerhalb des Rumpfes (an der Seite des Schiffs) angebracht wird. In der Regel hängt er außen am Heckspiegel. Außenbordmotoren sind kompakt und einfach zu installieren und zu kaufen. Sie sind die erste Wahl für Freizeitboote und werden auch häufig im gewerblichen Bereich und von staatlichen Strafverfolgungsbehörden eingesetzt.

Je nach Energiequelle werden Außenbordmotoren in Verbrennungsmotoren und Elektromotoren unterteilt.

Außenbordmotor mit Verbrennungsmotor

Ein Außenbordmotor mit Verbrennungsmotor wandelt die chemische Energie des Kraftstoffs zunächst in mechanische Energie und anschließend über den mechanischen Antrieb und den Propeller in die Bewegungsenergie des Bootes um. Er eignet sich für Flüsse, Seen und Meere.

Vorteile:

  1. Einfache Montage: Der Motor wird direkt am Heckspiegel befestigt. Komplizierte Arbeiten wie das Ausrichten einer Heckwelle entfallen.
  2. Kein Maschinenraum erforderlich – das spart wertvollen Platz in der Kabine.
  3. Als vollständiges Antriebssystem vereinfacht er den Kauf- und Beschaffungsprozess für Nutzer und Werften.
  4. In der Regel leichter, was die Fahreigenschaften des Bootes verbessert – insbesondere bei schnellen Booten.

Nachteile:

  1. Aufgrund der Montageart ist eine Leichtbauweise erforderlich. Das verringert zwar das Gewicht, beeinträchtigt jedoch die Zuverlässigkeit und Lebensdauer des Außenbordmotors erheblich. Gewerbliche Außenbordmotoren haben üblicherweise eine Lebensdauer von 2–5 Jahren.
  2. Geringe Energieeffizienz, hoher Kraftstoffverbrauch und hohe Betriebskosten.
  3. Komplexer Aufbau mit vielen beweglichen Teilen, hohem Wartungsaufwand und einer erhöhten Ausfallquote.
  4. Lagerung und Transport sind umständlich. Benzinlecks sind kaum zu vermeiden und stellen nicht nur ein Sicherheitsrisiko dar, sondern belasten auch die Umwelt. Viele regionale Seefahrtsbehörden in China haben Schiffen mit mehr als 12 Passagieren den Einsatz von Benzin-Außenbordmotoren untersagt.

Elektrischer Außenbordmotor

Mit dem technischen Fortschritt und der Weiterentwicklung der Batterietechnologie sind auch elektrische Außenbordmotoren für viele Menschen zu einer Option geworden. Sie nutzen einen wiederaufladbaren Akku als Energiequelle und wandeln elektrische Energie mithilfe eines elektrischen Trollingmotors in Bewegungsenergie um. Sie kommen vor allem an Orten mit hohen Anforderungen an die Wasserqualität zum Einsatz, etwa in Stauseen und Aquakulturanlagen.

Vorteile:

  1. Umweltfreundlich und emissionsfrei. Das zeigt sich auf zwei Ebenen: Zum einen belastet der Motor die Umwelt nicht und trägt zum Schutz von Wasser und Luft bei. Zum anderen sind Lagerung, Transport und Nutzung für Privatpersonen sauber und unkompliziert – ohne unangenehmen Benzingeruch, Ölverschmutzung oder Abgase.
  2. Sicher. Benzin, Flüssiggas und Diesel sind brennbar und explosiv. Für Laien, die keine ausgebildeten Techniker sind, birgt der Umgang damit gewisse Risiken. Bei elektrischen Außenbordmotoren muss man sich darüber keine Gedanken machen.
  3. Hoher Antriebswirkungsgrad. Die Leistungscharakteristik mit niedriger Drehzahl und hohem Drehmoment eignet sich bestens für den Schiffsantrieb.
  4. Geringe Betriebskosten. Die täglichen Ladekosten sind deutlich niedriger als die Kraftstoffkosten. Der einfache Aufbau, die wenigen rotierenden Teile und der zuverlässige Betrieb sorgen für äußerst geringe Wartungskosten.
  5. 5. Einfach zu lagern, zu transportieren und zu bedienen.

Nachteile:

  1. Begrenzte Akkulaufzeit. Selbst besonders ausdauernde Modelle erreichen bei sparsamer Fahrt nur 2–3 Stunden Laufzeit. Für Freizeit und Unterhaltung reicht das zwar aus, im gewerblichen Einsatz muss der Akku jedoch vergrößert werden, um die erforderliche Reichweite zu erzielen.
  2. Begrenzte Leistungsauswahl. Derzeit ist der stärkste in Serie gefertigte elektrische Außenbordmotor das 80-PS-Modell des deutschen Unternehmens Torqeedo. Im Vergleich zu Benzin-Außenbordmotoren von Yamaha und Mercury mit 300 bzw. 350 PS ist das noch zu wenig, was den Einsatz auf größeren Schiffen einschränkt.
  3. Hohe Anschaffungskosten. Als Premiumprodukt in der Außenbordmotorbranche bietet das Produkt Nutzern zwar ein hervorragendes Erlebnis, ist aufgrund der Kosten jedoch auch teuer.

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